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ISO 37001: der Standard, der hilft, Korruption in Organisationen zu verhindern

In einer zunehmend regulierten und wettbewerbsorientierten Welt ist Vertrauen ein strategisches Gut geworden. Um es zu schützen, müssen Unternehmen über wirksame Instrumente verfügen, um Korruption zu verhindern und ihre ethische Kultur zu stärken. ISO 37001, die internationale Norm für Managementsysteme zur Korruptionsbekämpfung, hat sich als eines der wichtigsten Rahmenwerke zur Erreichung dieses Ziels etabliert.

ISO 37001 – Systeme zur Korruptionsbekämpfung

Was ist ISO 37001 und wofür ist sie gedacht?

ISO 37001 ist ein von der Internationalen Organisation für Normung (ISO) veröffentlichter Standard, der die Anforderungen für die Implementierung, Aufrechterhaltung und Verbesserung eines Managementsystems zur Bekämpfung von Bestechung festlegt.

Sein Hauptzweck besteht darin, Organisationen dabei zu helfen, Bestechungs- und Korruptionsrisiken sowohl bei ihren internen Abläufen als auch in ihren Beziehungen zu Dritten (Kunden, Lieferanten, Partnern usw.) zu verhindern, aufzudecken und darauf zu reagieren.

In der Praxis bedeutet diese Zertifizierung, dass das Unternehmen gegenüber Mitarbeitern, Partnern, Behörden und der Gesellschaft nachweisen kann, dass es sich um ein Unternehmen handelt:

  • Sie hat sich dem Kampf gegen Korruption verschrieben.
  • Wendet präventive und korrigierende Kontrollen an.
  • Sie verfügt über klare Mechanismen zum Umgang mit Whistleblowing und ethischen Risiken.

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Wann ist ISO 37001 wichtig?

Obwohl jede Organisation davon profitieren kann, ist ISO 37001 besonders in Szenarien wie diesen von Bedeutung:

  • Unternehmen, die mit öffentlichen Verwaltungen zusammenarbeiten, wo das Bestechungsrisiko höher ist.
  • Internationale Organisationen, die unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen und Compliance-Standards einhalten müssen.
  • Sensible Sektoren (Infrastruktur, Bauwesen, Pharmazeutika, Energie, Finanzen), in denen das Korruptionsrisiko am höchsten ist.
  • KMU, die bei Ausschreibungen wettbewerbsfähiger sein wollen, oder Großkunden, die Garantien für die Einhaltung der Vorschriften verlangen.

Kurz gesagt: Je stärker das Unternehmen in Beziehungen zu Dritten, öffentlichen Aufträgen oder internationalen Märkten engagiert ist, desto wichtiger ist es, ein zertifiziertes System zur Bekämpfung von Bestechung zu implementieren.

Die wichtigsten Anforderungen der ISO 37001

Der Standard beschränkt sich nicht auf Absichtserklärungen, sondern verlangt die Umsetzung konkreter und überprüfbarer Maßnahmen. Zu den wichtigsten Anforderungen gehören:

  • Engagement der Geschäftsleitung und Definition von Anti-Korruptionsrichtlinien.
  • Analyse der Risiken im Zusammenhang mit Korruption und Bestechung.
  • Finanzielle und nicht-finanzielle Kontrollen zur Verhinderung illegaler Praktiken.
  • Due Diligence bei der Beauftragung von Lieferanten, Kunden oder Geschäftspartnern.
  • Schulung und Sensibilisierung von Mitarbeitern und Managern.
  • Vertrauliche und sichere Meldewege, die für Mitarbeiter und Dritte zugänglich sind.
  • Untersuchung von Vorfällen und Reaktion darauf, einschließlich Sanktionen und Abhilfemaßnahmen.
  • Regelmäßige Überprüfung und kontinuierliche Verbesserung des Systems.

Die Schlüsselrolle des Beschwerdekanals

Einer der wichtigsten Punkte der ISO 37001 ist die Forderung nach einem wirksamen Meldemechanismus, der es Mitarbeitern und Dritten ermöglicht, vertraulich und ohne Vergeltungsmaßnahmen einen Verdacht auf Korruption oder Nichteinhaltung von Vorschriften zu melden.

Der Whistleblowing-Kanal wird so zu einem strategischen Instrument:

  • Erleichtert die frühzeitige Erkennung von Unregelmäßigkeiten.
  • Sie schützt den Ruf des Unternehmens und verhindert, dass sich Probleme ausweiten.
  • Es stärkt die Kultur der Integrität, indem es zeigt, dass das Unternehmen Hinweisgebern zuhört und sie schützt.
  • Sie entspricht auch anderen ergänzenden Vorschriften, wie dem Gesetz 2/2023 in Spanien über den Schutz von Informanten (Whistleblowern).

Fazit

Die Einführung von ISO 37001 ist nicht nur eine Frage der Zertifizierung, sondern eine strategische Entscheidung zur Stärkung des Vertrauens, der Transparenz und der Wettbewerbsfähigkeit der Organisation.

In einem Kontext, in dem öffentliche Verwaltungen, Großkunden und die Gesellschaft immer mehr Verantwortung von Unternehmen verlangen, ist ein zertifiziertes Anti-Korruptionssystem und ein effektiver Kanal für die Meldung von Missständen nicht länger ein „Plus“, sondern ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil.

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